BigTrans: Bedürfnisorientierte integrierte Gesamtlösungen bei der Installation von EE-Großanlagen für eine gesellschaftliche gestaltete Transformation
Bedürfnis- und Beteiligungsorientierte Planung trägt zu einer nachhaltig akzeptierten Energiewende bei – BigTrans zeigt die Bedingungen auf, unter denen das möglich wird und entwickelt passende Werkzeuge, um dabei zu unterstützen.
Die Herausforderung besteht darin, globale Klimaschutzziele, die deutsche Energiewende und lokale Bedürfnisse optimal in Einklang zu bringen. Wir möchten lokale Akteure dabei unterstützen, diese Herausforderung bei der Planung von Erneuerbaren Energien-Großanlagen anzugehen. Im Projekt BigTrans entwickeln wir unseren Energiewendenavigator, durch den alle relevanten Stakeholder der lokalen Energiewende, speziell im ländlichen Raum, Handreichungen und Werkzeuge aus den Bereichen Beteiligung, Kommunikation und technische Szenarien erhalten.
Dabei greift BigTrans auf Expertise und Methoden aus der Ingenieur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaft zurück. Es werden Workshops mit Stakeholdern aus Gemeinden in Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Darüber hinaus werden im Rahmen von BigTrans durch Umfragen, Interviews und Fokusgruppen Erkenntnisse zu Einstellungen und Wissensbeständen, sowie Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger ländlicher Gemeinden zur Energiewende gewonnen werden. Diese Erkenntnisse werden in Szenarien zur lokalen Energieproduktion und -verwendung einbezogen.
Es zeigt sich beispielsweise, dass in bedeutendem Maße vorhandene Bedürfnisse nach lokaler Unabhängigkeit der Energieversorgung nicht immer mit dem kostenoptimalen technischen Szenario zu vereinbaren waren. Das Aufzeigen dieser Zusammenhänge hilft lokalen Stakeholdern dabei, Auseinandersetzungen über die Planung von EE-Großanlagen einzuordnen. Gleichzeitig zeigt der Energiewendenavigator ihnen dabei auch, in Abhängigkeit von ihren eigenen Bedürfnissen, welche Möglichkeitsräume bestehen und wie diese genutzt werden könnten.
Das Projekt wird vom ForTraNN gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg mit Unterstützung der Beteiligungsagentur Zebralog durchgeführt. Es wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das Projekt und der Energiewendenavigator werden auf der Website der Agentur für Erneuerbare Energien verfügbar gemacht.

